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Entkalken mit Essig

Auf dieser Seite erfahren Sie, wie Sie am besten beim Entkalken mit Essig vorgehen.

Entkalken mit Essig kann eine günstige Alternative zu teuren Entkalkern und Kalkentfernern sein. Allerdings müssen Sie beim Entkalken mit Essig einige Dinge bei der Anwendung und Dosierung beachten. So kann eine zu starke Essiglösung empfindliche Oberflächen angreifen. Außerdem können Essigdämpfe Ihre Schleimhäute und Atemwege reizen.


Entkalken mit Essig – welcher Essig sollte verwendet werden?

Zum Entkalken mit Essig sollten Sie Essig mit einer Essigsäurekonzentration von nur ca. 5 % verwenden. Dieser unter anderem als Branntweinessig, Weinessig oder Obstessig bezeichnete Essig wird aus alkoholischen Flüssigkeiten hergestellt und dient vielfach auch zum Verfeinern von Speisen und zum Konservieren.

Die ebenfalls bekannte Essigessenz ist ein Gemisch aus Essigsäure und Wasser mit einem Essigsäuregehalt von 25 %. Essigsäure und Essigessenz müssen im Gegensatz zum Essig beim Entkalken mit Wasser verdünnt werden.


Wie sollten Sie beim Entkalken mit Essig vorgehen?

Normaler Essig mit einer Essigsäurekonzentration von lediglich 5 % kann zum Entkalken von unempfindlichen Oberflächen unverdünnt verwendet werden. Dazu tränken Sie einfach einen Lappen oder Schwamm mit dem Essig und reiben die Oberflächen damit ab. Bei hartnäckigen Kalkverkrustungen sollten Sie einen mit Essig getränkten Lappen für mindestens 30 Minuten auf die verkalkten Stellen legen. Bei sehr dicken Belägen kann auch das Einweichen über Nacht sinnvoll sein.

Kalkverkrustungen an Perlatoren (Strahlreglern) von Wasserhähnen oder an Duschköpfen können Sie mit Essig entkalken, indem Sie zum Beispiel einen Luftballon mit Essig füllen und diesen über den Wasserhahn oder den Duschkopf ziehen. Nach einer Einwirkzeit von ca. 1 Stunde sollten sich die Kalkbeläge aufgelöst haben.

Zum Entkalken von Kaffee- oder Espressomaschinen oder Wasserkochern ist Essig nicht besonders gut geeignet. Der Essiggeschmack lässt sich teilweise auch nach mehrmaligem Spülen nicht aus dem Kaffee- oder Teewasser entfernen und beim Erhitzen werden verstärkt reizende Essigdämpfe freigesetzt.


Entkalken mit Essig – einige wichtige Vorsichtsmaßnahmen

Beim Entkalken mit Essig sollten Sie immer gut lüften. Auch das Tragen von Handschuhen und eine Schutzbrille ist im Umgang mit der Säure sinnvoll. Generell sollten säurehaltige Entkalker zuerst an wenig sichtbaren Stellen der zu entkalkenden Materialien oder Gegenstände getestet werden. Säuren können zum Beispiel Marmor, Emaille oder Aluminium anlösen.1 Essigsäure kann im Gegensatz zu Zitronensäure auch Chrom und Kupfer angreifen.


Entkalken mit Essig – warum löst die Flüssigkeit Kalk?

Essig kann zum Entkalken benutzt werden, da es sich bei Essig um eine schwache Säure handelt. Kalk wird generell von Säuren gut gelöst. Abgesetzter Kalk und Kalkflecken bestehen meist aus Calciumcarbonat (CaCO3), das aus Calcium und einem Kohlensäurerest besteht. Calciumcarbonat ist allein durch Wasser nur sehr schwer löslich. Essig bzw. Essigsäure (C2H4O2) kann den Kohlensäurerest aus dem Calciumcarbonat „austreiben“.

Das Calcium reagiert dann mit der Essigsäure zu Calciumacetat (Ca(H3CCOO)2. Calciumacetat ist im Gegensatz zu Calciumcarbonat in Wasser gut löslich und kann daher einfach abgewaschen, abgewischt oder weggespült werden. Kalkablagerungen und Kalkflecken bestehen zu einem gewissen Prozentsatz auch aus Magnesiumverbindungen. Magnesium wird von Säuren ebenso gelöst wie Kalk.

 

1 Universität Göttingen, „Zitronensaft und Essig lösen Marmor und Eierschalen auf“: http://unterrichtsmaterialien-chemie.uni-goettingen.de/material/9-10/V9-175.pdf